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Corona und der Westerwälder Ton

Auch der Westerwald und die Westerwälder Tonproduktion sind von der Corona-Krise betroffen.

Eher im öffentlichen Bewusstsein nicht direkt spürbar, waren und sind die Auswirkungen bei den betroffenen Unternehmen, deren z.B. Zulieferern und insbesondere deren Mitarbeiter spürbar.

Produktionsabläufe mussten umgestellt werden, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Viele Mitarbeiter/-innen der Tonbergbauunternehmen sind auch derzeit noch im Home-Office tätig. Gleichzeitig musste die Produktion sichergestellt werden, denn Tone werden in systemrelevante Branchen wie die chemische Industrie geliefert. Da Westerwälder Tone nur in geringem Umfang von Endverbrauchern, z.B. in verarbeiteter Form als Fertigmasse, sogenannte Hubel, von Schulen, Kindergärten, Künstlern und Keramiker, verwendet und verarbeitet werden, sind die Keramikproduzenten die wichtigsten Abnehmer.

In Deutschland war und ist die Keramikbranche natürlich auch von der Pandemie betroffen. Da aber in diesem Industriezweig eher mittel- und langfristig geplant und produziert wird, waren Betriebsschließungen jedoch die Ausnahme. Wegen des Shutdowns in Italien fanden eine Zeit lang keine Tontransporte dorthin mehr statt. Das Zentrum der italienischen Fliesenindustrie liegt in der Reggio Emilia, einer der stark von Corona betroffenen Regionen. Die Transporte laufen jetzt wieder an, da auch die Fliesenfabriken in Italien erneut produzieren.

Die Regionen in Italien (Quelle: wikipedia.org/italien)

In Deutschland, wo der weitaus größte Teil der Westerwälder Tonförderung verbleibt, ist der Absatz noch stabil. Den Unternehmen des Westerwälder Tonbergbaus ist es in den letzten Jahren gelungen, durch Forschung und Entwicklung neue Märkte zu erschließen. Insoweit ist der Absatz Westerwälder Tonen und aus ihnen hergestellte Produkte gesichert. Die Branche ist sehr diversifiziert und blickt trotz Corona optimistisch in die Zukunft.

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