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Entstehung von Tonlagerstätten 3/7

Alle Tonminerale haben die „Fähigkeit“ Wassermoleküle an ihren Kanten und Oberflächen anzulagern. Letztlich ist dies die wesentliche Eigenschaft, die den Tonen ihre plastische Verformbarkeit verleiht. Der Begriff „Ton“ ist hier übergeordnet als eine Mischung verschiedener Tonminerale mit weiteren Mineralen wie Quarz, Feldspat, Feldspatresten, Glimmer sowie Eisenoxid- und Titanoxidhaltige Minerale zu verstehen.* Lagerstätten, die sich aus nur einem Tonmineral gebildet haben, sind extrem selten und spielen ökonomisch praktisch keine Rolle.

Anlagerung von Wassermolkülen an einem Tonpartikel

Tonminerale als mineralische Produkte der Verwitterung entstanden und entstehen, sobald Gesteine an der Oberfläche „Wind und Wetter“ ausgesetzt sind. Temperatur, Feuchtigkeit und das Ausgangsstein sind dabei die wesentlichen Faktoren. Jegliche Gesteine unterliegen nicht nur der Verwitterung sondern auch der Erosion. Hier spielen Höhenlage, Wetterbedingungen sowie fließende Gewässer spielen die entscheidenden Rollen. Durch den Transport kann Material über erhebliche Distanzen verlagert werden.

Sobald geeignete Bedingungen vorliegen und die Transportkräfte nachlassen, kommt es zur Sedimentation. Diese findet in unterschiedlichen Sedimentationsräumen statt. Man unterscheidet marine, fluviatile, limnische und terrestrische Sedimente. **

Marine Sedimente: enthalten alle Stoffe, die vom Land her, zumeist durch Wasser und Wind, ins Meer transportiert wurden (oder in ihm selbst entstanden sind).

Fluviatile Sedimente: beziehen sich allgemein auf Fließgewässer, z.B. Ablagerungen in Fluss- oder Bachbetten, Flussstränden und Überschwemmungsgebieten von Flüssen (Ablagerungen im Bereich eines Flussdeltas bilden einen Übergangsbereich zum marinen Milieu).

Limnische Sedimente: (seltener auch als lakustrin bezeichnet) beziehen sich auf die Ablagerungen in eines Süßwassersees.

Terrestrische Sedimente: sind auf der festen Landoberfläche entstanden.

Die Sedimente in den verschiedenen Ablagerungsräumen weisen jeweils typische Merkmale auf.

* Im Ingenieurwesen wird unter „Ton“ alle Partikel, die kleiner als 2 µm sind, unabhängig ihrer Art, verstanden.

** Glaziale Sedimente: Bildungen die im Zusammenhang mit Gletschern oder kontinentalen Eisschilden auftreten (z.B. Löss). Die sind eine „Sonderform“ der äolische Sedimente, deren Transportmedium der Wind ist.

Erotion, Lagerstättengenese, Sedimentransport, Tonminerale, Verwitterung

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