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Bildamkeit – Plastizität IV

Einige abschließende Bemerkungen zum Phänomen der Bildsamkeit oder Plastizität der Tone. Die zahlreichen Arbeiten zu diesem Thema zeigen die Komplexität dieser wichtigen Eigenschaft. Ebenso spiegeln die vielen, im Laufe der Zeit entwickelten Verfahren zur Messung der Plastizität, die Schwierigkeiten wieder, eine aussagekräftige und (vor allem) reproduzierbare) Methode zu etablieren.

Idealisierte Darstellung zur Anlagerung von Wassermolekülen an ein Tonteilchen

Idealisierte Darstellung zur Lagerung von Tonteilchen bei unterschiedlichen Wassergehalt aneinander

Bei dem meisten bekannten Methoden spielt die Verformung einer Probe durch eine einwirkende Kraft, welche z.B. als Stauchhöhe (Pfefferkorn) oder Kompression (Atterberg) gemessen wird, eine wichtige Rolle. Das erreichte Ergebnis wird mit dem Wassergehalt der jeweiligen Proben in Beziehung gesetzt.

Verhältnis Wassergehalt / Bildsamkeit

Die Abzisse (x-Achse) gibt nach rechts zunehmenden Wassergehalt einer Probe an, die Ordinate (y-Achse) die Bildamkeit/Verformbarkeit. Erst ab einem für die Probe ausreichenden Wassergehalt lässt sich diese verformen. Nimmt der Wassergehalt zu, erhöht sich die Verformbarkeit bis sie ins Fließen übergeht. D.h. dann verliert die Probe ihren Zusammenhalt.

Die rote Linie in der Grafik zeigt eine Probe, die sich nur in einem kleinen Bereich des Wassergehaltes verformen lässt. Zumeist ist der Übergang von spröde, d.h. zu trocken, bis zur Verformbarkeit recht klein. Ebenso beginnt das Fließen innerhalb einer geringen Änderung des Wassergehaltes. Solche Verhalten ist z.B. für Ziegeltone typisch. Die blaue Kurve zeigt die Veränderung des Verhaltens eines typischen Westerwälder Tones dar. Diese Tone lassen sich auf Grund ihrer (ton-)mineralogischen Zusammensetzung auch bei größeren Unterschieden im Wassergehalt verformen.

Dieses Verfomungsverhalten bei veränderten Wassergehalten ist besonders für die technische Verarbeitung von Bedeutung. Der ‚Verfahrenspielraum‘ mit einem Westerwälder Ton ist deutlich größer im Vergleich zu einem Ziegelton. Diese Verhalten lässt sich einfach von Hand überprüfen, in dem der Wassergehalt einer tonhaltige Probe und man diese knetet.

Anwendung, Bildsamkeit, Eigenschaften, Plastizität

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